{"id":1573,"date":"2026-09-29T08:42:21","date_gmt":"2026-09-29T08:42:21","guid":{"rendered":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/?p=1573"},"modified":"2026-09-29T08:42:22","modified_gmt":"2026-09-29T08:42:22","slug":"herbst-2026-newsletter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/?p=1573","title":{"rendered":"Herbst 2026 Newsletter"},"content":{"rendered":"\n<p>Liebe Freunde und G\u00f6nnerInnen des Schweizerisch-Baltischen Komitees,<\/p>\n\n\n\n<p>die Tage werden k\u00fcrzer \u2014 und wir m\u00f6chten diesen Herbstbrief nicht mit einer Bitte beginnen, sondern mit einem herzlichen R\u00fcckblick. Dank Ihrer Unterst\u00fctzung durften in Estland, Lettland und Litauen viele Kinder einen Sommer erleben, der bleibt. Zuerst ein dankbarer, danach ein offener Text \u2014 beides geh\u00f6rt zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Estland \u2014 Peeteli in Tallinn: Vier Sommerlager, sechsunddreissig Kinder<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus dem Zentrum Peeteli in Tallinn hat uns Anfang September ein ausf\u00fchrlicher Bericht von Kaidi Lees erreicht. Peeteli, das viele von Ihnen kennen, begleitet seit 1997 Kinder aus schwierigen Lebenslagen. In diesem Sommer nahmen 36 Kinder an vier Sommerlagern teil: drei zehnt\u00e4gige Camps auf der Insel Saaremaa, ein dreizehnt\u00e4giges Lager in Norwegen \u2014 dieses mit Hilfe eines langj\u00e4hrigen Partners.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Berichte aus den Camps zeigen, worum es wirklich geht. Es ging um mehr als um Ferien. Kinder deckten den Tisch, heizten die Sauna, hackten Holz, halfen beim Kochen \u2014 und die Betreuenden beobachteten, wie sie mit jedem Tag selbstst\u00e4ndiger wurden und ihre Hilfe von sich aus anboten. Es entstanden Freundschaften, kleine Konflikte konnten die Kinder zunehmend selbst regeln, und mancher entdeckte im Camp eine neue Leidenschaft \u2014 bei einem Jungen war es das Bogenschiessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders eindr\u00fccklich war das Camp in Norwegen. Bergwanderungen, Kletterei, ein Aufstieg auf \u00fcber 1&#8217;100 Meter. Die Kinder erlebten, dass sie mehr k\u00f6nnen, als sie sich selbst zugetraut hatten. Sie lernten norwegisches Landleben kennen, wurden herzlich aufgenommen, kn\u00fcpften Freundschaften.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDie gr\u00f6sste Wirkung der Camps ist, dass die Kinder eine Gemeinschaft erleben, in der sie lernen, einander zu vertrauen, zusammenzuarbeiten und Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Sie entdecken, dass sie wertvoll und wichtig sind.&#8220; \u2014 Kaidi Lees, Peeteli<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die sch\u00f6nste Zeile aus dem Bericht m\u00f6chten wir Ihnen unver\u00e4ndert weitergeben: Manchmal entst\u00fcnden die bedeutungsvollsten Momente aus ganz einfachen Dingen \u2014 aus einem langen Gespr\u00e4ch, aus dem Mut, etwas zum ersten Mal auszuprobieren, oder einfach aus dem Wissen, dass ein Erwachsener da ist. Das ist Peeteli.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Lettland \u2014 Rasas P\u0113rles: Erster Zirkusbesuch f\u00fcr viele<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit Juni 2026 unterst\u00fctzt das SBK das Zentrum Rasas P\u0113rles in Lettland. Dort finden Kinder und Jugendliche nach Gewalterfahrungen oder Trauma Rehabilitation und Betreuung \u2014 weit draussen auf dem Land, wo f\u00fcr Ausfl\u00fcge oft die Mittel fehlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 22. Juli erlebten die Kinder dort etwas, an das viele lange nicht denken werden: einen \u201eZirkus auf dem Wasser&#8220;. Akrobatik, Jongleure, ein Clown, Seifenblasen im Sommerlicht. F\u00fcr die meisten war es der erste Zirkusbesuch ihres Lebens.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glich wurde das durch eine langj\u00e4hrige M\u00e4zenin des SBKs, die zu ihrem 88. Geburtstag eine grossz\u00fcgige Spende get\u00e4tigt hat. Wir finden: Es gibt kaum ein sch\u00f6neres Geburtstagsgeschenk, das man sich selbst und der Welt machen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein kurzer Video-Eindruck (auf Lettisch, aber die Bilder sprechen f\u00fcr sich): <a href=\"https:\/\/lnkd.in\/eQpamWJF\">https:\/\/lnkd.in\/eQpamWJF<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Unser herzlicher Dank geht an alle G\u00f6nnerinnen und G\u00f6nner \u2014 und an Ilze And\u017ea und ihr Team vor Ort.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Litauen \u2014 \u0160ilut\u0117s Sandora und Pag\u0117giai Sandora: Alltag mit Kindern und Seniorinnen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aus Litauen erreichten uns dieses Jahr zwei Briefe von unseren langj\u00e4hrigen Partnerorganisationen \u0160ilut\u0117s Sandora und Pag\u0117giai Sandora \u2014 zwei Standorte einer Organisation, etwa dreissig Kilometer voneinander entfernt, mit einer \u00fcber dreissigj\u00e4hrigen Verbindung zum SBK.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Vorsitzende von \u0160ilut\u0117s Sandora schrieb uns von ihrer t\u00e4glichen Arbeit. In \u0160ilut\u0117 werden derzeit siebzehn Kinder betreut: Kinder aus kinderreichen Familien, aus Familien mit Alkoholproblemen, Kinder deren Eltern im Ausland arbeiten und die bei Grosseltern oder Verwandten leben. Sie kommen nach der Schule in die R\u00e4ume der Sandora, essen dort in der eigenen Suppenk\u00fcche zu Mittag, machen Hausaufgaben, spielen, backen Kuchen, treiben Sport. Wer keine Schulmaterialien hat, bekommt sie. Wer \u00fcber etwas Belastendes reden m\u00f6chte, wird geh\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>In Pag\u0117giai ist die Situation \u00e4hnlich, mit derzeit sechzehn betreuten Kindern. Jedes Jahr im Sommer laden beide Standorte gemeinsam rund dreissig Kinder aus den umliegenden D\u00f6rfern zu einem einw\u00f6chigen Ferienlager ein \u2014 f\u00fcr viele ist das die einzige Abwechslung von den langen Schulferien zuhause.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Kinderarbeit betreut \u0160ilut\u0117s Sandora f\u00fcnfundsiebzig alleinstehende Seniorinnen und Senioren, die in ihren H\u00e4usern leben und h\u00e4ufig unter Einsamkeit und Mangel leiden. Man besucht sie, wenn sie krank sind, bringt Pflegeartikel, gratuliert zu Geburtstagen mit kleinen Geschenken. Und jedes Jahr in der Adventszeit l\u00e4dt die Sandora sie zu einer gemeinsamen Feier \u2014 mit einem Kinderprogramm, festlich gedecktem Tisch, Begegnung mit alten Bekannten. Man wartet ein halbes Jahr darauf und fragt schon Monate vorher, ob man wieder eingeladen sein wird.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eUnser Ziel ist es, die kleinen Herzen dieser Kinder mit Sicherheit, G\u00fcte und Liebe zu f\u00fcllen.&#8220; \u2014 Vorsitzende \u0160ilut\u0117s Sandora<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum wir Sie heute bitten m\u00fcssen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Diese R\u00fcckblicke sind Ihr Werk. Zugleich m\u00f6chten wir Sie nicht dar\u00fcber im Unklaren lassen, wie sich die Lage vor Ort ver\u00e4ndert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Estland, Lettland und Litauen tragen an der Ostflanke der NATO eine sicherheitspolitische Last wie kaum ein anderer Teil Europas. Sie investieren einen so hohen Anteil ihres BIP in Verteidigung wie kaum ein anderes B\u00fcndnismitglied. Das ist notwendig \u2014 und es bindet Mittel, die f\u00fcr Bildung, Soziales und zivilgesellschaftliche Arbeit fehlen. Zugleich haben sich Energie- und Lebenshaltungskosten stark verteuert.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr kleine Organisationen wie Sandora ist das eine doppelte Belastung: Die eigenen Kosten wachsen, w\u00e4hrend klassische Spender aus dem westlichen Ausland schrittweise wegfallen. Ein langj\u00e4hriger Grosspender aus Deutschland, der beide Sandora-Standorte \u00fcber viele Jahre finanziell getragen hat, musste seine Unterst\u00fctzung nach schwerer Krankheit aufgeben. Diese L\u00fccke l\u00e4sst sich nicht schnell schliessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was das f\u00fcr den kommenden Winter bedeutet, schreibt die Vorsitzende von \u0160ilut\u0117s Sandora mit einer Klarheit, die uns nicht losl\u00e4sst: Bereits letzten Winter herrschten in den R\u00e4umen nur 14 bis 15 Grad. Kinder und Betreuende sassen dort in zwei Jacken. Elektrisch heizen ist zu teuer, Diesel \u2014 mit dem geheizt wird \u2014 hat sich noch einmal verteuert.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eMit Schrecken schauen wir auf den kommenden Winter.&#8220; \u2014 Vorsitzende \u0160ilut\u0117s Sandora<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorstand hat entschieden, beide Sandora-Zentren im Jahr 2026 mit je CHF 1&#8217;000 zu unterst\u00fctzen. Sollten wir weitere gr\u00f6ssere Spenden erhalten, pr\u00fcfen wir zeitnah eine weitere Unterst\u00fctzung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Warum das zu unserer Strategie 2030 passt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Strategie 2030 nennt drei Handlungsfelder: humanit\u00e4re Projekte vor Ort, kulturellen Austausch und \u2014 als neuen Schwerpunkt \u2014 den Dialog zu gesamtgesellschaftlicher Resilienz. Resilienz entsteht nicht erst in der Krise; sie muss vorher aufgebaut werden. Kinder, die heute in einem geheizten Sandora-Raum W\u00e4rme und Bildung erfahren, geben ihrem Gemeinwesen morgen Halt.<\/p>\n\n\n\n<p>Humanit\u00e4re Hilfe im Baltikum ist deshalb keine Nostalgie an die Zeit nach 1991. Sie ist heute Teil einer aktiven europ\u00e4ischen Sicherheitspolitik von unten \u2014 dort, wo eine warme Suppe und ein beheizter Raum den Unterschied machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>Spendenkonto<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schweizerisch-Baltisches Komitee, 4000 Basel<\/p>\n\n\n\n<p>IBAN: CH13 0900 0000 4002 0202 7<\/p>\n\n\n\n<p>BIC: POFICHBEXXX<\/p>\n\n\n\n<p>Postkonto: 40-20202-7<\/p>\n\n\n\n<p><em>Einzahlungen sind in CHF und EUR m\u00f6glich. Der Vorstand best\u00e4tigt Ihre Spende, sie ist von den Steuern abziehbar.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir danken Ihnen \u2014 f\u00fcr Ihre Treue, Ihre Grossz\u00fcgigkeit und Ihr Interesse an einer Region, die es verdient hat, dass wir sie nicht aus dem Blick verlieren. Wir w\u00fcnschen Ihnen und Ihren Familien einen freundlichen Herbst.<\/p>\n\n\n\n<p>Herzlichst<\/p>\n\n\n\n<p>f\u00fcr den Vorstand des Schweizerisch-Baltischen Komitees<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Yves B. Partschefeld<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Pr\u00e4sident<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Besuchen Sie gerne auch unsere neue LinkedIn-Seite via <a href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/company\/schweizerisch-baltisches-komitee-sbk\">https:\/\/www.linkedin.com\/company\/schweizerisch-baltisches-komitee-sbk<\/a> .<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"291\" src=\"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/wp-content\/uploads\/cropped-SBK_Logo_HD-scaled-1-1024x291.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1555\" srcset=\"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/wp-content\/uploads\/cropped-SBK_Logo_HD-scaled-1-1024x291.jpg 1024w, https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/wp-content\/uploads\/cropped-SBK_Logo_HD-scaled-1-300x85.jpg 300w, https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/wp-content\/uploads\/cropped-SBK_Logo_HD-scaled-1-150x43.jpg 150w, https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/wp-content\/uploads\/cropped-SBK_Logo_HD-scaled-1-768x219.jpg 768w, https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/wp-content\/uploads\/cropped-SBK_Logo_HD-scaled-1.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.swiss-baltic.org\">www.swiss-baltic.org<\/a> \/ <strong>Schweizerisch Baltisches Komitee Postcheckkonto<\/strong>: 40-20202-7 <strong>IBAN<\/strong>: CH13 0900 0000 4002 0202 7 <strong>BIC<\/strong>: POFICHBEXXX<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Freunde und G\u00f6nnerInnen des Schweizerisch-Baltischen Komitees, die Tage werden k\u00fcrzer \u2014 und wir m\u00f6chten diesen Herbstbrief nicht mit einer<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":true,"template":"","format":"standard","meta":{"inline_featured_image":false,"pgc_sgb_lightbox_settings":"","_FSMCFIC_featured_image_caption":"","_FSMCFIC_featured_image_nocaption":"","_FSMCFIC_featured_image_hide":"","footnotes":""},"categories":[40,43],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1573"}],"collection":[{"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1573"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1573\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1574,"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1573\/revisions\/1574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/wp.swiss-baltic.org\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}